Solide Finanzen und Investitionen in die Zukunft – Ortenberg präsentiert ausgeglichenen Haushalt

Die Stadt Ortenberg blickt zufrieden auf die Haushaltsentwicklung der letzten Jahre zurück. Wie Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring erklärte, konnte man auch das Jahr 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie gut überstehen. „Gerade in einer solchen Krise profitieren wir von den Entscheidungen der Vergangenheit, etwa der Ortsinnenentwicklung in Ortenberg“, so die Rathauschefin. „Viele BürgerInnen im Home-Office konnten auf eine stabile und sichere Internetverbindung setzen“.

Für die Bürgermeisterin ist dies jedoch nur ein Aspekt vorausschauender Kommunalpolitik. „Wir haben es geschafft, die Bevölkerung in Ortenberg stabil zu halten und so dem demografischen Wandel etwas entgegensetzen. So können wir den Bedarf an Wasser sowie Müll- sowie Abwasserentsorgung besser prognostizieren und Kosten einsparen.“ Dies rechnete sich auch in der Stadtentwicklung, in der für Pfeiffer-Pantring die Belebung und qualitative Entwicklung der Ortskerne stets Vorrang vor Neubauflächen genossen. „Natürlich klingt es immer gut, wenn man neue Baugebiete fordert und sich die Ansiedlung von Gewerbe verspricht“, so die Bürgermeisterin. „Doch bei solchen Rechnungen wird gerne vergessen, dass es mit einer bloßen Ausweisung von Flächen nicht getan ist. Es kommen immer hohe Erschließungsausgaben sowie Zusatzaufgaben und Betriebskosten für den Winterdienst hinzu, da neue Kanäle und Straßen angelegt werden müssen.“

Wenn man dagegen Leerflächen im Ortskern nutzt, spart man sich solche Ausgaben. Pfeiffer-Pantring: „In Bleichenbach etwa konnten wir Gewerbe und Handwerksbetriebe im Dorf ansiedeln und hier auf bereits vorhandene kommunale Infrastruktur zurückgreifen.“ Bedenken, dass Ortenberg eine zu hohe Schuldenquote habe, wies die Bürgermeisterin hingegen zurück. „Man übersieht gerne, wie groß der Anteil an Investitionen bei der Neuverschuldung ist, zumal Ortenberg keine Stadtwerke hat und alle Ausgaben für Wasser und Kanal direkt im Haushalt veranschlagt sind. Und unsere Freiwillige Feuerwehr ist nur deshalb so gut aufgestellt und mit modernstem Gerät ausgerüstet, weil wir weitsichtig investiert haben. Gute Haushaltsführung heißt eben nicht, den Haushalt stets ausgeglichen zu halten. Viel wichtiger ist die stetige Aufgabenerfüllung der Kommune.“

Trotzdem gelang es, in Ortenberg die Finanzen zu stabilisieren: „Im Jahr 2000 haben wir beispielsweise im Abwasserverband noch 11 Millionen Euro Schulden gehabt. Heute haben wir dort keine Verbindlichkeiten mehr“, stellt Pfeiffer-Pantring fest. Einen ähnlichen Erfolg verbucht man im Bereich der Gewerbesteuer. Ging der Ansatz für 2020 noch von 1,65 Millionen Euro aus, so hat man diesen Betrag mit 2,2 Millionen deutlich übertroffen. „Wenn wir solide planen und prognostizieren, zahlt sich dies für unsere Kommune aus. Denn nur wenn wir Mut haben zu investieren und wie in den vergangenen Jahren die Niedrigzinsphase nutzen, schaffen wir in Ortenberg die Grundlage für eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und nicht nur den Haushalt ausgleichen möchte.“

Dazu verwies die Rathauschefin auf die Sozialstation, bei der man entgegen den Erwartungen der Prognosen des Landrechnungshofes, dort nie schwarze Zahlen schreiben zu können, nun dank dem hervorragenden Management und dem Engagement der Belegschaft seit Jahren eine positive Bilanz hat. „Die Corona-Pandemie hat uns nochmal deutlich gezeigt, wie wichtig die Unterstützung der Schwächsten in der Gesellschaft ist. Und hier in Ortenberg können wir diese Unterstützung dank unserer soliden Planung auch gewährleisten“, freut sich Pfeiffer-Pantring. „Seinerzeit hat man uns noch empfohlen, die Pflege dem freien Markt und dem Wettbewerb zu überlassen. Zum Glück sind wir in Ortenberg in vielen Bereichen unseren eigenen Weg gegangen, mit Erfolg.“

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