Klimaschutz: SPD sieht Ortenberg als Vorreiter

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

So lässt sich für die SPD in Ortenberg der Umwelt- und Naturschutz der letzten Jahre zusammenfassen. Wie Vorsitzende Ute Arendt-Söhngen erklärt, hat man in Ortenberg schon lange die Zeichen der Zeit erkannt und wichtige Projekte der Kommunalpolitik auf ihren umweltschonenden Charakter ausgerichtet. „Eines unserer zentralen Anliegen war die Unterstützung des NABU für das Haus in den Salzwiesen.

Hier ist tatsächlich etwas großartiges entstanden, das allen BürgerInnen die Vielfalt unserer Natur näherbringt“, so Arendt-Söhngen. „Es war daher für die Stadt Ortenberg eine Selbstverständlichkeit, den NABU bei der Realisierung dieses Vorhabens intensiv zu unterstützen.“ Zufrieden zeigen sich die Sozialdemokraten auch bei den neuesten Entwicklungen im Energiedorf Bergheim. „Was in Bergheim angestoßen wurde hat wirklich Vorbildcharakter. Die Dorfgemeinschaft beteiligt sich über eine Energiegenossenschaft und ist so direkt an der lokalen Wärmeerzeugung beteiligt“, berichtet Fraktionsvorsitzender Jens Kraft mit Rückblick auf die Anfänge in Bergheim. „Mit der Holzhackschnitzelanlage sparen wir effektiv klimaschädliche Rohstoffe ein und sorgen für eine ausgeglichene Klimabilanz.“ Mit der Installierung einer solarthermischen Anlage wird jetzt sogar Sonnenenergie genutzt um in den Sommermonaten den Verbrauch von Holz reduzieren zu können. Für Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring ein Zeichen für die Weitsichtigkeit in Sachen Umweltschutz: „Ortenberg hat bereits eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernommen, als das für viele Kommunen noch ein Fremdwort war.

So unterstützte die Stadt mit einer Bürgschaft den Bau der Solaranlage, aber auch unsere eigenen Liegenschaften werden auf Energieeffizienz umgerüstet.“ Die Rathauschefin verwies dazu auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen, die Beheizung der Feuerwehr mit Holzpelletsheizung und Solarthermie und die Unterstützung des Vereins Dorfbeweger aus Effolderbach, der sich für Elektromobilität und Carsharing einsetzt.

Der eingeschlagene Weg in Richtung Umweltschutz und Klimaverträglichkeit wird auch bei den kommenden Vorhaben weiterverfolgt, so Pfeiffer-Pantring mit Blick auf das Wohnbauprojekt „Am Völlchen“ in der alten Gärtnerei Kaupe. „Dieses Projekt haben wir von Anfang an unter dem Aspekt des Naturschutzes betrachtet. So sind mindestens 30 Prozent der Dachfläche extensiv zu begrünen oder für Solaranlagen zu nutzen. Nicht bebaute Flächen müssen mit heimischen Pflanzgut landschaftsgerecht gestaltet werden und an jedem Gebäude werden Nisthilfen für Höhlenbrüter und Fledermäuse angebracht“, beschreibt die Bürgermeisterin die aktuellen Planungen.

Daher zeigt man sich bei den Sozialdemokraten für jüngst geäußerte Kritik an dem Vorhaben irritiert. „Die Pläne waren im letzten Winter für alle BürgerInnen frei einsehbar, die publik gemachten Einwände sind also etwas überraschend, da sie mit den eigentlichen Planungen wenig zu tun haben“, äußerte sich Udo Schädel, gelernte Umweltschutztechniker und
Kandidat der SPD für das Stadtparlament. „Alle Interessierten hätten sich im letzten Jahr zu dem Projekt äußern können, die nun vorgebrachte Kritik kommt also recht verspätet.“
Fraktionsvorsitzenden Kraft spricht sich daher für eine Rückkehr zu den Fakten aus: „Wir in Ortenberg brauchen keine Belehrungen wie Umweltschutz funktioniert. Ein Schreckbild von Rodungsarbeiten wie etwa im Dannenröder Forst, den die schwarz-grüne Landesregierung abgesegnet hat, wird es bei uns nicht geben.“

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